- Schwindel-Erkrankung
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- Allergie in der Nase
- Hausstaubmilbenallergie
- Frühblüher-Allergie
- Gräser-Allergie
- Schluckbeschwerden
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- Fremdkörpergefühl im Hals
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- Mittelohrentzündung
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- Verkrümmte Nasenscheidewand
- Große Nasenmuscheln
- Polypen/Adenoide bei Kindern
- Schnarchen
- Schlafapnoe
- Gesichtsnervenlähmung
Schwindel-Erkrankung
Informationen zum Thema Schwindel
Was ist Schwindel?
Schwindel (medizinisch: Vertigo) ist ein sehr häufiges Symptom und beschreibt das Gefühl, dass sich die Umgebung dreht, schwankt oder man selbst unsicher steht. Es gibt verschiedene Schwindelarten, darunter Drehschwindel (wie Karussellfahren), Schwankschwindel (wie auf einem Boot), Liftschwindel (Gefühl des Auf- oder Abwärtsbewegens) und Benommenheitsschwindel. Schwindel kann plötzlich auftreten oder dauerhaft bestehen und wird oft von Übelkeit, Gangunsicherheit oder Kopfschmerzen begleitet.
Mögliche Ursachen
Schwindel kann viele Ursachen haben, zum Beispiel:
- Störungen des Gleichgewichtsorgans im Innenohr (z.B. gutartiger Lagerungsschwindel, Morbus Menière, Entzündungen)
- Kreislaufprobleme (z.B. niedriger Blutdruck, Flüssigkeitsmangel, Unterzuckerung)
- Nebenwirkungen von Medikamenten
- Migräne, neurologische Erkrankungen (z.B. Parkinson, Multiple Sklerose)
- Stress, Angst oder psychische Belastungen
- Erkrankungen der Halswirbelsäule
Eine genaue ärztliche Abklärung ist wichtig, um die Ursache zu finden und gezielt zu behandeln.
Therapieoptionen
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Schwindels:
1. Medikamentöse Therapie
- Medikamente gegen Übelkeit und Schwindel (Antivertiginosa) können akute Beschwerden lindern, sollten aber nur kurzfristig eingesetzt werden.
- Bei bestimmten Erkrankungen wie Morbus Menière oder Entzündungen können Kortisonpräparate helfen.
2. Spezielle Übungen und Physiotherapie
- Bei gutartigem Lagerungsschwindel helfen spezielle Befreiungsmanöver wie z.B. das Epley- oder Semont-Manöver.
- Gleichgewichtsübungen und Physiotherapie stärken die Muskulatur und fördern die Anpassung des Gleichgewichtssinns.
3. Behandlung der Grunderkrankung
- Bei chronischem Schwindel steht die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung (z.B. Migräne, Diabetes, Bluthochdruck) im Vordergrund.
4. Psychotherapie und Entspannungsverfahren
- Bei stressbedingtem oder chronischem Schwindel können Entspannungsübungen, Yoga, Meditation oder Psychotherapie hilfreich sein.
5. Ernährung und Lebensstil
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr (mind. 1,5 Liter Wasser pro Tag)
- Regelmäßige, ausgewogene Mahlzeiten zur Vermeidung von Unterzuckerung
- Ausreichend Schlaf und regelmäßige Bewegung
- Vermeidung von Alkohol und Nikotin
Einfache Tipps und Verhaltensempfehlungen
- Bei akutem Schwindel: Setzen oder legen Sie sich hin, um Stürze zu vermeiden. Lagern Sie die Beine hoch und trinken Sie ein Glas Wasser.
- Langsame Bewegungen: Stehen Sie langsam auf, vermeiden Sie schnelle Kopfbewegungen.
- Kreislauf anregen: Wechselduschen, Spaziergänge an der frischen Luft und regelmäßige Bewegung stärken den Kreislauf.
- Ernährung: Bevorzugen Sie vitamin- und magnesiumreiche Kost (z.B. Fisch, Avocado, Spinat) und meiden Sie sehr salzhaltige oder stark verarbeitete Lebensmittel.
- Entspannung: Reduzieren Sie Stress durch Entspannungsübungen, bewusste Pausen und ausreichend Schlaf.
- Schwindeltagebuch: Notieren Sie, wann und in welchen Situationen Schwindel auftritt, um Auslöser zu erkennen.
- Wohnumfeld: Sorgen Sie für eine sturzsichere Umgebung (z.B. Haltegriffe im Bad, keine Stolperfallen).
- Soziales Umfeld: Informieren Sie Angehörige über Ihre Beschwerden, damit sie im Notfall helfen können.
Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?
- Bei wiederholten oder anhaltenden Schwindelanfällen
- Bei starken Begleitsymptomen wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Sehstörungen, Ohnmacht, Taubheitsgefühlen oder Sprachstörungen
- Wenn der Schwindel ohne erkennbare Ursache auftritt oder sehr heftig ist
Haben Sie Fragen?
Bei Fragen oder Unsicherheiten vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde. Wir beraten Sie gerne individuell zu Diagnostik, Therapie und Alltagstipps bei Schwindel.
Im Namen des gesamten Teams Dr. van Ackeren und Dr. Zander