Frühblüher-Allergie

Was ist eine Frühblüher-Allergie?
Bei einer Allergie gegen Frühblüher reagiert das Immunsystem überempfindlich auf Pollen bestimmter Bäume und Sträucher, die bereits im Winter und frühen Frühjahr blühen. Zu den wichtigsten Auslösern zählen Hasel, Erle und Birke. Die Symptome treten oft schon ab Januar auf.

Typische Symptome

  • Laufende oder verstopfte Nase
  • Häufiges Niesen
  • Juckreiz an Nase, Augen und Gaumen
  • Gerötete, tränende oder juckende Augen
  • Müdigkeit, Kopfschmerzen, allgemeines Unwohlsein
  • In schweren Fällen: Atemnot oder asthmatische Beschwerden

Diagnose
Die Diagnose erfolgt meist durch ein ausführliches Gespräch, Hauttests (Pricktest) oder Blutuntersuchungen auf spezifische Antikörper. So kann festgestellt werden, auf welche Pollen Sie reagieren.

Therapiemöglichkeiten

  1. Allergenkarenz (Vermeidung des Kontakts)
    So weit wie möglich Kontakt mit den auslösenden Pollen vermeiden (siehe Verhaltenstipps unten).
  2. Medikamentöse Therapie
    Antihistaminika (als Tabletten, Nasenspray oder Augentropfen) lindern Juckreiz, Niesen und Augenbeschwerden.
    Kortisonhaltige Nasensprays helfen bei stärkerer Symptomatik, indem sie die Entzündung in der Nasenschleimhaut hemmen.
    Mastzellstabilisatoren können ergänzend eingesetzt werden.
    Die Einnahme sollte immer ärztlich abgestimmt werden.
  3. Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)
    Die einzige ursächliche Therapie: Über einen längeren Zeitraum wird das Allergen in steigender Dosierung verabreicht, um das Immunsystem an die Pollen zu gewöhnen.
    Erfolgsquote: Bei etwa 70 % der Patienten lassen sich die Beschwerden deutlich reduzieren.
    Geeignet bei ausgeprägten oder langanhaltenden Beschwerden.

Einfache Tipps und Verhaltensempfehlungen

  • Pollenflug beachten: Nutzen Sie Pollenflugkalender und -vorhersagen, um Aktivitäten im Freien zu planen.
  • Lüften: In der Stadt morgens, auf dem Land abends lüften – dann ist die Pollenkonzentration am niedrigsten.
  • Wäsche drinnen trocknen: Vermeiden Sie es, Kleidung und Bettwäsche draußen zu trocknen, da sich Pollen anhaften können.
  • Wohnung sauber halten: Häufiges Staubsaugen (am besten mit HEPA-Filter) und feuchtes Wischen reduzieren die Pollenbelastung in Innenräumen.
  • Kleidung wechseln: Getragene Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen oder lagern.
  • Abends duschen und Haare waschen: So entfernen Sie Pollen, die sich tagsüber angesammelt haben.
  • Fenster geschlossen halten: Besonders während der Hauptblütezeiten und bei starkem Wind.
  • Nahrungsmittel beachten: Bei Birkenpollenallergie können Kreuzreaktionen mit bestimmten Lebensmitteln (z. B. Äpfel, Nüsse) auftreten – achten Sie auf individuelle Unverträglichkeiten.

Wann sollten Sie einen HNO-Arzt aufsuchen?

  • Wenn die Beschwerden länger anhalten oder sehr ausgeprägt sind
  • Bei Verdacht auf allergisches Asthma (Atemnot, Husten)
  • Wenn die Selbstmedikation nicht ausreicht oder Nebenwirkungen auftreten

Haben Sie Fragen?
Bei Fragen oder Unsicherheiten vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde. Wir beraten Sie gerne individuell zu Diagnostik, Therapie und Alltagstipps bei Allergien gegen Frühblüher. 

Im Namen des gesamten Teams Dr. van Ackeren und Dr. Zander