Gräser-Allergie

Was ist eine Gräser- und Getreidepollenallergie?

Eine Allergie gegen Gräser- und Getreidepollen ist eine der häufigsten Pollenallergien in Europa. Die Pollen stammen überwiegend von Süßgräsern, zu denen auch viele Getreidearten zählen. Die Blütezeit erstreckt sich meist von April bis September, sodass die Beschwerden über viele Wochen anhalten können.

Typische Symptome

  • Laufende oder verstopfte Nase
  • Häufiges Niesen
  • Juckreiz an Nase, Augen und Rachen
  • Gerötete, tränende oder juckende Augen
  • Husten, Atemnot, allergisches Asthma
  • Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme

Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch eine ausführliche Anamnese, Hauttests (Pricktest) und/oder Blutuntersuchungen auf spezifische Allergie-Antikörper

Therapiemöglichkeiten

1. Allergenkarenz (Vermeidung des Kontakts)

  • Die Vermeidung von Gräser- und Getreidepollen ist schwierig, da sie weit verbreitet sind und lange fliegen. Dennoch helfen gezielte Maßnahmen (siehe Verhaltenstipps).

2. Medikamentöse Therapie

  • Antihistaminika: Lindern Symptome wie Niesen, Juckreiz und tränende Augen. Sie sind als Tabletten, Nasensprays oder Augentropfen erhältlich,
  • Kortisonhaltige Nasensprays: Wirken lokal entzündungshemmend und verbessern die Nasenatmung.
  • Mastzellstabilisatoren: Können ergänzend eingesetzt werden,

 

3. Spezifische Immuntherapie (Hyposensibilisierung)

  • Die einzige ursächliche Behandlung: Über einen Zeitraum von meist drei Jahren wird das Immunsystem langsam an die Pollen gewöhnt. Dies kann als Spritze oder als Tablette/Tropfen erfolgen,
  • Ziel ist es, die Beschwerden langfristig zu lindern oder komplett zu verhindern.

Einfache Tipps und Verhaltensempfehlungen

  • Pollenflug beachten: Nutzen Sie Pollenflugkalender und -apps, um Aktivitäten im Freien zu planen,
  • Lüften: In der Stadt morgens, auf dem Land abends lüften – dann ist die Pollenkonzentration am niedrigsten,
  • Wohnung pollenfrei halten: Pollenschutzgitter an Fenstern, häufiges Staubsaugen (am besten mit HEPA-Filter) und feuchtes Wischen reduzieren die Pollenbelastung in Innenräumen,
  • Wäsche drinnen trocknen: Vermeiden Sie es, Kleidung und Bettwäsche draußen zu trocknen, da sich Pollen anhaften können,
  • Kleidung wechseln: Nach dem Aufenthalt im Freien Kleidung wechseln und nicht im Schlafzimmer lagern,
  • Abends duschen und Haare waschen: So entfernen Sie Pollen, die sich tagsüber angesammelt haben,
  • Fenster geschlossen halten: Besonders während der Hauptblütezeiten und bei starkem Wind,
  • Nahrungsmittel beachten: Kreuzreaktionen mit bestimmten Lebensmitteln (z. B. Tomaten, Melonen, Getreideprodukte) sind möglich, aber seltener als bei Baumpollenallergien,

Wann sollten Sie einen HNO-Arzt aufsuchen?

  • Wenn die Beschwerden länger anhalten oder sehr ausgeprägt sind
  • Bei Verdacht auf allergisches Asthma (Atemnot, Husten)
  • Wenn die Selbstmedikation nicht ausreicht oder Nebenwirkungen auftreten

 

Haben Sie Fragen?

Bei Fragen oder Unsicherheiten vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde. Wir beraten Sie gerne individuell zu Diagnostik, Therapie und Alltagstipps bei Allergien gegen Gräser- und Getreidepollen.

Im Namen des gesamten Teams Dr. van Ackeren und Dr. Zander