Informationen zu Erkrankungen
- Schwindel-Erkrankung
- Tinnitus
- Allergie in der Nase
- Hausstaubmilbenallergie
- Frühblüher-Allergie
- Gräser-Allergie
- Schluckbeschwerden
- Heiserkeit
- Reizhusten
- Mundtrockenheit
- Fremdkörpergefühl im Hals
- Hörminderung
- Gehörgangsentzündung
- Mittelohrentzündung
- Gehörgangsekzem
- Verkrümmte Nasenscheidewand
- Große Nasenmuscheln
- Polypen/Adenoide bei Kindern
- Schnarchen
- Schlafapnoe
- Gesichtsnervenlähmung
Reizhusten
Was ist Reizhusten?
Reizhusten ist ein trockener, unproduktiver Husten, bei dem kein Schleim abgehustet wird. Typisch sind mehrere kurze Hustenstöße in rascher Folge, oft begleitet von einem Kratzen oder Brennen im Hals. Besonders nachts kann Reizhusten den Schlaf erheblich stören.
Mögliche Ursachen
- Erkältungen und Infektionen der oberen Atemwege (z.B. akute Bronchitis, Sinusitis)
- Allergien oder Asthma bronchiale
- Refluxkrankheit (Rückfluss von Magensäure)
- Reizung durch trockene Luft, Rauch oder Staub
- Nebenwirkungen von Medikamenten (z.B. ACE-Hemmer)
- Psychischer Stress
- Chronische Entzündungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich
Therapiemöglichkeiten
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache des Reizhustens:
- Medikamentöse Therapie: Hustenstiller (z.B. Dextromethorphan) können vor allem nachts helfen, den Hustenreiz zu lindern. Bei allergischen oder entzündlichen Ursachen kommen ggf. Antihistaminika oder kortisonhaltige Nasensprays zum Einsatz.
- Behandlung der Grunderkrankung: Liegt z.B. ein Reflux, eine Allergie oder eine chronische Entzündung vor, wird diese gezielt therapiert.
- Nicht-medikamentöse Therapie: Logopädische oder physiotherapeutische Maßnahmen können helfen, den Hustenreiz zu kontrollieren und die Lebensqualität zu verbessern. Hier werden Atemtechniken, Stimmhygiene und Hustenunterdrückung trainiert.
Einfache Tipps und Verhaltensempfehlungen
- Viel trinken: Wasser oder Kräutertees (z.B. Thymian, Salbei, Eibisch) befeuchten die Schleimhäute und lindern das Kratzen im Hals.
- Raumklima verbessern: Sorgen Sie für ausreichend Luftfeuchtigkeit, z.B. durch Luftbefeuchter oder feuchte Tücher auf der Heizung. Lüften Sie regelmäßig und vermeiden Sie trockene Heizungsluft.
- Inhalationen: Dampfinhalationen mit Kochsalz oder Kräutern (Kamille, Thymian) befeuchten die Atemwege und beruhigen die Schleimhäute.
- Hausmittel: Warme Milch mit Honig, Zwiebelsaft oder Honig pur wirken beruhigend auf den Hals und können den Hustenreiz mildern (Honig nicht für Kinder unter 1 Jahr!).
- Hals warmhalten: Schals oder warme Wickel können die Beschwerden lindern.
- Reizstoffe meiden: Verzichten Sie auf Rauchen und meiden Sie staubige oder verrauchte Räume.
- Atemtechniken: Ruhiges, tiefes Atmen kann helfen, den Hustenreiz zu unterdrücken. Spezielle Atemübungen können Sie bei Bedarf bei einer logopädischen Therapie erlernen.
- Schlafposition: Lagern Sie den Oberkörper nachts etwas höher, um nächtlichen Husten zu reduzieren, besonders bei Reflux.
Wann sollten Sie zum Arzt gehen?
Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn der Reizhusten länger als drei Wochen anhält, sehr stark ist, von Fieber, Atemnot, Schmerzen oder Auswurf begleitet wird.
Bei Fragen oder Unsicherheiten vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde. Wir beraten Sie gerne individuell zu Ursachen und Therapie des Reizhustens.
Im Namen des gesamten Teams Dr. van Ackeren und Dr. Zander