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Heiserkeit
Unter Heiserkeit (Dysphonie) versteht man eine meist durch Überlastung oder Entzündungen verursachte Stimmstörung.
Ursachen der Dysphonie
Es gibt zwei Hauptformen der Dysphonie:
- Organische Dysphonie: Hier liegen Veränderungen oder Erkrankungen am Kehlkopf oder den Stimmlippen vor, zum Beispiel durch Entzündungen (Laryngitis), Polypen, Zysten, Tumoren, Verletzungen oder angeborene Fehlbildungen. Auch Stimmbandlähmungen oder hormonelle Veränderungen können eine Rolle spielen.
- Funktionelle Dysphonie: Bei dieser Form ist der Kehlkopf organisch gesund, aber die Funktion der Stimme ist gestört. Ursachen sind meist eine falsche Stimmtechnik, Überlastung (z.B. bei Vielsprechern), psychische Belastungen oder ungünstige Sprechgewohnheiten. Man unterscheidet eine hyperfunktionelle (übermäßige Anspannung) und eine hypofunktionelle (zu geringe Spannung) Dysphonie.
Symptome
- Heiserkeit, rauer oder behauchter Stimmklang
- Stimmermüdung, eingeschränkter Stimmumfang
- Räusperzwang, Globusgefühl (Fremdkörpergefühl im Hals)
- Missempfindungen oder Schmerzen im Halsbereich
- Bei schwereren Formen: Stimmlosigkeit (Aphonie)
Diagnose
Die Abklärung erfolgt durch den HNO-Arzt, oft mit einer Kehlkopfspiegelung (Laryngoskopie) und speziellen stimmtherapeutischen Untersuchungen. So können organische Veränderungen erkannt oder eine funktionelle Ursache festgestellt werden.
Therapie – Wie wird die Dysphonie behandelt?
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Stimmstörung:
1. Organische Dysphonie
- Behandlung der Grunderkrankung (z.B. Entzündungen, Reflux, Polypen)
- Gegebenenfalls chirurgische Entfernung von Polypen, Zysten oder Tumoren
- Im Anschluss: Stimmtherapie zur Wiederherstellung der normalen Stimmfunktion
2. Funktionelle Dysphonie
- Logopädische Stimmtherapie steht im Vordergrund. Ziel ist es, die richtige Stimmtechnik, Atmung und Körperhaltung zu erlernen und Fehlspannungen abzubauen.
- Bei psychogener Dysphonie kann eine psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll sein.
- Ergänzend: Manuelle Therapie, z.B. Mobilisierung von Kehlkopf und Nacken, sowie gezielte Entspannungs- und Haltungsübungen.
3. Allgemeine Maßnahmen und Tipps für den Alltag
- Stimmhygiene: Die Stimme schonen, lautes Sprechen, Schreien und Flüstern vermeiden.
- Räuspern vermeiden: Häufiges Räuspern schädigt die Stimmlippen. Besser: Einen Schluck Wasser trinken oder kurz kräftig ausatmen.
- Ausreichend trinken: Halten Sie Ihre Schleimhäute durch regelmäßiges Trinken (am besten Wasser) feucht.
- Regelmäßige Pausen: Besonders bei Vielsprechern wichtig – gönnen Sie Ihrer Stimme Erholungsphasen.
- Gute Raumluft: Trockene Luft vermeiden, ggf. Luftbefeuchter nutzen.
- Richtige Atemtechnik: Bauchatmung unterstützt die Stimme und entlastet die Stimmlippen.
- Körperhaltung: Eine aufrechte Haltung fördert die Stimmgebung.
- Stimmübungen: Summen, Lippen- und Zungentriller, sanftes Singen oder gezielte Atemübungen helfen, die Stimme zu kräftigen und Verspannungen zu lösen.
- Stressreduktion: Entspannungsübungen wie progressive Muskelentspannung oder Yoga können die Stimme positiv beeinflussen.
Wann sollten Sie einen HNO-Arzt aufsuchen?
Wenn Stimmveränderungen länger als drei Wochen bestehen, die Stimme immer wieder versagt oder weitere Beschwerden wie Schmerzen, Atemnot oder Schluckbeschwerden auftreten, empfehlen wir eine ärztliche Abklärung. So können ernsthafte Erkrankungen frühzeitig erkannt und behandelt werden.
Bei Fragen oder Unsicherheiten vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde. Wir beraten Sie gerne individuell zu Diagnostik und Therapie der Dysphonie.
Im Namen des gesamten Teams Dr. van Ackeren und Dr. Zander