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Gesichtsnervenlähmung
Was ist eine Fazialisparese?
Die Fazialisparese ist eine Lähmung des Gesichtsnervs (Nervus facialis). Sie äußert sich meist plötzlich durch eine Schwäche oder einen vollständigen Ausfall der Gesichtsmuskulatur auf einer Seite. Typische Anzeichen sind ein herabhängender Mundwinkel, Schwierigkeiten beim Schließen des Auges, Probleme beim Sprechen, Essen oder Trinken sowie ein gestörtes Geschmacksempfinden.
Ursachen
Die Ursachen sind vielfältig und reichen von Infektionen (z.B. Herpesviren, Borreliose, Mittelohrentzündung), Verletzungen, Tumoren, Stoffwechselerkrankungen (z.B. Diabetes), Autoimmunerkrankungen bis hin zu Durchblutungsstörungen (zentrale Fazialisparese, z.B. nach Schlaganfall). In vielen Fällen bleibt die genaue Ursache unklar (idiopathische oder Bell’sche Lähmung).
Therapie und Behandlungsmöglichkeiten
1. Medikamentöse Therapie
- Bei infektiösen Ursachen: gezielte Behandlung mit Virustatika (z.B. bei Herpes) oder Antibiotika (z.B. bei Borreliose).
- Kortisonpräparate (Glukokortikoide) zur Abschwellung und Entzündungshemmung, insbesondere in der Frühphase.
- Augensalben und -tropfen schützen das Auge, wenn es nicht vollständig geschlossen werden kann.
2. Physiotherapie und Logopädie
- Spezialisierte Übungen und Massagen für die Gesichtsmuskulatur fördern die Erholung und verhindern Fehlfunktionen.
- Logopädie kann das Sprechen und Schlucken verbessern.
3. Schutz des Auges
- Befeuchtende Tropfen und Salben, Uhrglasverband zum Schutz der Hornhaut.
4. Weitere Therapieoptionen
- Bei chronischer Fazialisparese: Biofeedback, Botulinumtoxin-Injektionen (bei Verkrampfungen), ggf. operative Verfahren zur Nervenrekonstruktion oder Muskeltransplantation.
- In schweren Fällen kann eine elektrische Nervenstimulation zur Aktivierung der Gesichtsmuskulatur eingesetzt werden.
Prognose
Die Heilungschancen hängen von der Ursache und dem Schweregrad ab. Viele Patienten erholen sich innerhalb von Wochen bis Monaten vollständig, insbesondere bei idiopathischer Fazialisparese. Bei anhaltender Lähmung sind spezialisierte Therapien und ggf. operative Maßnahmen möglich.
Einfache Tipps und Verhaltensempfehlungen
- Schützen Sie das Auge: Bei unvollständigem Lidschluss regelmäßig befeuchten und vor Austrocknung schützen (Salben, Tropfen, Uhrglasverband).
- Vermeiden Sie eigenständige Übungen ohne Anleitung: Falsch ausgeführte Übungen können die Genesung verzögern. Lassen Sie sich von erfahrenen Therapeuten anleiten.
- Regelmäßige Gesichtsgymnastik: Unter Anleitung gezielt die betroffenen Muskeln trainieren (z.B. Stirn runzeln, Mundwinkel heben, Lippen spitzen).
- Ernährung anpassen: Bei Schluckbeschwerden weiche Kost bevorzugen und kleine Bissen nehmen.
- Stress vermeiden: Ausreichend Schlaf und Entspannung fördern die Heilung.
- Sonnenschutz: Die gelähmte Gesichtshälfte vor Sonne schützen.
- Bei Verschlechterung oder neuen Symptomen: Suchen Sie umgehend ärztlichen Rat.
Haben Sie Fragen?
Bei Fragen oder Unsicherheiten vereinbaren Sie einen Termin in unserer Sprechstunde. Wir beraten Sie gerne individuell zu Diagnose, Therapie und Alltagstipps bei einer Fazialisparese.
Im Namen des gesamten Teams Dr. van Ackeren und Dr. Zander