Spiegelung der oberen Atem- und Schluckwege

Informationen zur Operation: Panendoskopie

Wir möchten Ihnen hier verständliche Informationen zur Panendoskopie, zum Heilungsverlauf sowie zu wichtigen Verhaltensmaßnahmen nach dem Eingriff geben.

Was ist eine Panendoskopie?

Die Panendoskopie ist eine umfassende endoskopische Untersuchung der oberen Atem- und Speisewege. Sie wird unter Vollnarkose durchgeführt und dient dazu, Veränderungen wie Tumoren, Entzündungen, Fehlbildungen oder Verletzungen im Bereich von Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Speiseröhre festzustellen. Während der Untersuchung können gezielt Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden, um die genaue Diagnose zu sichern.

Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Angaben und Informationen zu diesem Eingriff geben können. Sie sollen einer ersten Orientierung dienen. Es sind stets die individuellen Empfehlungen (insbesondere zum Verhalten nach einer Operation) des behandelnden Krankenhauses/Operateurs zu beachten!

Wann ist eine Panendoskopie notwendig?

Eine Panendoskopie wird insbesondere empfohlen bei:

  • Diagnostik bei Fehlbildungen, Verletzungen oder Entzündungen der oberen Atem- und Speisewege.
  • Abklärung unklarer Schleimhautveränderungen oder chronischer Beschwerden
  • Verdacht auf Tumorerkrankungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich
  • Verdacht auf Zweittumoren oder Metastasen
  • Kontrolle nach abgeschlossener Tumortherapie

Wie läuft die Operation ab?

  • Die Panendoskopie erfolgt in Vollnarkose und wird ambulant oder aber meistens mit kurzem stationären Aufenthalt durchgeführt.
  • Mit flexiblen und starren Endoskopen werden Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre, Bronchien und Speiseröhre schrittweise untersucht.
  • Auffällige Bereiche werden genau betrachtet und, falls notwendig, werden kleine Gewebeproben entnommen.
  • Die Untersuchung dauert in der Regel 30 Minuten.

 

Heilungsverlauf

  • Nach der Panendoskopie kann es für einige Tage zu leichten Halsschmerzen, Schluckbeschwerden oder Heiserkeit kommen.
  • Bei Probenentnahmen kann die Schleimhaut gereizt sein oder leicht bluten.
  • In seltenen Fällen treten stärkere Schmerzen, Nachblutungen oder Atembeschwerden auf – in diesem Fall suchen Sie bitte sofort ärztliche Hilfe auf.

Verhaltensmaßnahmen nach der Operation

  • Essen und Trinken: Beginnen Sie mit weicher, nicht reizender Kost. Verzichten Sie auf scharfe, säurehaltige oder kohlensäurehaltige Speisen und Getränke, um die Schleimhaut zu schonen.
  • Mundpflege: Spülen Sie Mund und Rachen nach dem Essen mit lauwarmem Salbeitee oder einer milden, desinfizierenden Lösung.
  • Zähneputzen: Nutzen Sie eine weiche Zahnbürste und milde Zahnpasta, um Verletzungen zu vermeiden.
  • Körperliche Schonung: Vermeiden Sie körperliche Anstrengung und Sport für einige Tage, um das Risiko von Nachblutungen zu minimieren.
  • Rauchen und Alkohol: Verzichten Sie auf Rauchen und Alkohol, da diese die Wundheilung verzögern können.
  • Medikamente: Nehmen Sie keine blutverdünnenden Schmerzmittel wie Aspirin für mindestens 10 Tage nach dem Eingriff ein, da diese das Nachblutungsrisiko erhöhen.
  • Stimmruhe: Falls an den Stimmbändern Proben entnommen wurden, empfiehlt sich Stimmruhe – sprechen Sie so wenig wie möglich, vermeiden Sie auch Flüstern.
  • Warnzeichen: Bei anhaltenden Schmerzen, starken Blutungen, Fieber oder Luftnot kontaktieren Sie bitte sofort unsere Praxis oder suchen Sie eine Notaufnahme auf.

 

Im Namen des gesamten Teams Dr. van Ackeren und Dr. Zander