Nasennebenhöhlenoperation

Wir möchten Ihnen hier Informationen zur Nasennebenhöhlenoperation, zum Heilungsverlauf sowie zu wichtigen Verhaltensmaßnahmen nach dem Eingriff geben.

 

Wann ist eine Nasennebenhöhlenoperation notwendig?

Eine Nasennebenhöhlenoperation wird empfohlen, wenn chronische oder wiederkehrende Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), Polypen, Schleimhautschwellungen oder andere Veränderungen trotz medikamentöser Behandlung nicht ausreichend gebessert werden können. Ziel des Eingriffs ist es, die Belüftung und Drainage der Nasennebenhöhlen zu verbessern, entzündetes Gewebe oder Polypen zu entfernen und die Beschwerden dauerhaft zu lindern.

Bitte beachten Sie, dass wir hier nur allgemeine Angaben und Informationen zu diesem Eingriff geben können. Sie sollen einer ersten Orientierung dienen. Es sind stets die individuellen Empfehlungen (insbesondere zum Verhalten nach einer Operation) des behandelnden Krankenhauses/Operateurs zu beachten!

Wie läuft die Operation ab?

  • Die Operation erfolgt in Vollnarkose.
  • Sie wird in der Regel minimal-invasiv mit einer Endoskopie durch die Nasenlöcher durchgeführt, sodass keine äußeren Schnitte notwendig sind.
  • Krankhaft veränderte Schleimhaut, Polypen oder Engstellen werden entfernt, die Zugangswege zu den Nebenhöhlen erweitert und die Belüftung verbessert.
  • Am Ende der Operation können Tamponaden in die Nase eingelegt werden, die meist nach 1–2 Tagen entfernt werden.
  • Der stationäre Aufenthalt dauert in der Regel 2–4 Tage, je nach Heilungsverlauf und Ausmaß des Eingriffs.

Heilungsverlauf

  • In den ersten Tagen nach der Operation ist die Nasenatmung häufig durch Schwellungen, Blutreste oder Tamponaden erschwert.
  • Leichte Schmerzen, ein Druckgefühl über Stirn und Wangen sowie vermehrte Schleim- und Krustenbildung sind normal und klingen meist nach 1–2 Wochen ab.
  • Die akute Heilungsphase dauert etwa 1–2 Wochen, bis das Gewebe weiter abschwillt und sich die Schleimhäute regenerieren.
  • Die vollständige Heilung der Nebenhöhlen kann 3–6 Monate dauern, das endgültige Ergebnis zeigt sich meist nach mehreren Monaten.
  • Regelmäßige Nachsorgetermine und Nasenpflege sind für einen optimalen Heilungsverlauf sehr wichtig.

 

Verhaltensmaßnahmen nach der Operation

In den ersten Wochen nach dem Eingriff sollten Sie:

  • Regelmäßige Nasenspülungen mit isotonischer Kochsalzlösung durchführen, um Krusten und Sekret zu entfernen und die Heilung zu unterstützen.
  • Nasensalben und ggf. kortisonhaltige Nasensprays nach ärztlicher Anweisung verwenden.
  • Kein kräftiges Naseputzen oder Schnäuzen für mindestens 1–2 Wochen, um Nachblutungen zu vermeiden.
  • Körperliche Anstrengungen, Sport, schweres Heben, Sauna, heiße Bäder und Sonnenbäder für mindestens 2–3 Wochen meiden.
  • Nicht rauchen und auf Alkohol verzichten, da dies die Wundheilung verzögern kann.
  • Beim Niesen den Mund öffnen, um keinen Druck auf die Nase auszuüben.
  • Duschen nur lauwarm und kurz, Haare waschen erst ab dem 2. Tag nach der Operation.
  • Viel trinken, um die Schleimhäute feucht zu halten.
  • Regelmäßige Kontrollen beim HNO-Arzt wahrnehmen, um den Heilungsverlauf zu überwachen und ggf. die Nase professionell reinigen zu lassen.

 

Im Namen des gesamten Teams Dr. van Ackeren und Dr. Zander