DR.MED. U. WALTER
HALS-NASEN-OHREN-ARZT
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DR.MED. H.J. SACHSE
HALS-NASEN-OHREN-ARZT


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Pressebeiträge

RP 5.1.2009 Duisburg
Ein Stadtteil ohne Ohrenarzt
VON STEFAN OSSENBERG


Duisburg (RP) Der alteingesessene Hals-Nasen-Ohrenarzt Hanns Jürg Sachse gab nun seine Praxis auf und bezog zusammen mit Uso Walter eine Gemeinschaftspraxis in Neudorf. Für die Bewohner des Stadtteils bedeutet dies lange Wege.

Wanheimerort / Neudorf Bei Problemen mit den Ohren, bei Schluckbeschwerden und Nasenentzündungen wird der Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht. Den gibt es um die Ecke, oder in kurzer Entfernung von der eigenen Wohnung – normalerweise. Doch in Wanheimerort werden nun die Duisburger vergebens nach einem Spezialisten suchen. HNO-Arzt Dr. Hanns Jürg Sachse hat seine Praxis an der Fischerstraße aufgegeben und ist nun z usammen mit seinem Kollegen Dr. Uso Walter in eine Gemeinschaftspraxis an der Mülheimer Straße in Neudorf eingezogen.

Grund für die Zusammenlegung der Praxen der beiden Ärzte sind die Veränderungen im Gesundheitswesen und die damit verbundene Honorierung für die Betreuung von Patienten. Für die HNO-, Augen- und Neurologie-Ärzte rechnet sich ihr Beruf kaum noch, berichtet Walter, Vorsitzender des HNO-Facharztnetzes Duisburg: „Bisher wurde über ein Punktsystem abgerechnet, doch das neue Regelleistungsvolumen sieht für eine dreimonatige Behandlung pro Patient nur noch einen Honorarbetrag von 30,62 Euro für unseren Berufszweig vor.“ Damit sei für einen einzelnen HNO-Arzt keine kostendeckende Behandlung der Patienten mehr möglich, so Walter.








„Ich befürchte, dass die Wohn- und Nahversorgung für die Bürger Schritt für Schritt immer weiter wegfällt.“ Momentan, so Walter, könnten durch die Kassenpatienten nur die laufenden Kosten getragen werden. „Wir verdienen nur noch an den Privatpatienten.“ Bisher betreute der Vorsitzende des Facharztnetzes rund 1300 Patienten im Jahr. „Seitdem ich mich 1996 niedergelassen habe, ist der Umsatz um 40 Prozent gefallen, die Kosten sind jedoch gestiegen.“

Sachs betreute bisher in Wanheimerort die gleiche Anzahl an Patienten. Er übernahm am 1. April 1988 die von seinem Vater 1961 gegründete Praxis. „Es ist sehr Schade, die alte Praxis aufzugeben. Das ist eine Tragödie. Als Familienunternehmen hängt da eine Menge Herzblut dran. Aber die Umstände lassen uns keine andere Möglichkeit“, so der HNO-Arzt. Nun müssen seine bisherigen Patienten einen weiten Weg auf sich nehmen – bis nach Neudorf – wenn sie bei ihrem alten HNO-Arzt bleiben wollen.

„Meine Patienten haben mir in den letzten zwei Wochen des vergangenen Jahres Vorwürfe gemacht, wie ich denn wegziehen könnte“, berichtet Sachse und bedauert dies. „Man ist doch Arzt geworden, um den Menschen vor Ort helfen zu können. Deswegen ist man ja aus der Klinik ausgeschieden und hat sich niedergelassen. Aber als HNO-Arzt ist das leider nicht mehr möglich, auch wenn reichlich Arbeit da ist“, so Sachse.





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